Tragskelett aus Stützen und Trägern
Stützen tragen vertikale Kräfte, Träger überbrücken die geplanten Abstände zwischen ihnen. Das Raster wird mit Grundriss, Öffnungen und Nutzung abgestimmt. Große freie Bereiche sind eine Planungsaufgabe und keine pauschale Eigenschaft jedes Holzskeletts. Querschnitte, Verbindungen und Fundamente werden für das konkrete System bemessen.
Aussteifung gesondert planen
Vertikale Lastabtragung allein macht ein Gebäude noch nicht stabil. Horizontale Einwirkungen benötigen eine geplante Aussteifung, etwa über geeignete Verbände oder aussteifende Bauteile. Welche Lösung passt, hängt vom System und den Anschlüssen ab. Wird eine vermeintlich nichttragende Wand verändert, muss geprüft werden, ob sie dennoch eine aussteifende Aufgabe übernimmt.
Tragwerk und nichttragende Hülle trennen
Die Gebäudehülle kann zwischen oder vor dem Skelett angeordnet werden. Sie bleibt für Witterungs-, Wärme- und Feuchteschutz verantwortlich, auch wenn sie keine Hauptlasten trägt. Stützen- und Trägeranschlüsse an die Hülle verlangen besondere Detailplanung, damit Wärmebrücken und undichte Übergänge begrenzt werden. Sichtbares Holz und geschützt liegende Tragteile brauchen jeweils passende Bedingungen.
Grundriss und Anschlussplanung
Das Tragraster sollte früh mit Treppen, Haustechnik und Fassadenplanung abgestimmt werden. Leitungen dürfen nicht ohne Prüfung durch tragende Bauteile geführt werden. Nennen Sie in Ihrer Anfrage gewünschte Raumgrößen, Nutzungen und ob das Tragwerk sichtbar bleiben soll. Ein Vergleich mit Holzrahmenbau hilft, die tatsächlichen Anforderungen statt nur den Namen der Bauweise zu wählen.
Zusammenhänge im Projekt
Fachliche Grundlagen und weiterführende Informationen: Informationsdienst Holz: Holzbausysteme · Informationsdienst Holz: Witterungsschutz in der Bauphase · Informationsdienst Holz: Holzbauplanung. Technische Hinweise erläutern Planungsfragen; sie ersetzen keine Prüfung oder Bemessung für Ihr Gebäude.